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Nicht ohne meinen Brauthandschuh

Vom Sinn stiftenden Attribut zur modischen Zierde der

ohne Brauthandschuhe? Viele Jahrhunderte lang wäre dieses Ansinnen absurd gewesen. Der war nämlich viel mehr als eine Zier: Galt er doch als das Symbol schlechthin für einen rechtsgültigen Vertragsabschluss. Nichts anderes war und ist schließlich der Ehebund, den früher eher die Familien, als die Brautleute mit einander aushandelten. Im 17. Jahrhundert fungierte der Brauthandschuh als Unterpfand, das beim Verlöbnis zusammen mit Ring, Münze, Messer, Nadel, Schere und anderen Utensilien vom Brautvater an den Bräutigam übergeben wurde. Kurz vor der ging alles zurück an die Braut, die im Gegenzug in den Besitz des Bräutigams übergeben wird.

Seit dieser Zeit ist es zudem Sitte, dass sich die frisch Getrauten, als Zeichen des Treueschwurs, die rechte entblößte Hand zu geben. Ein heikler Punkt bei der Zeremonie, denn die Braut musste tunlichst darauf achtet, ihren Handschuh beim Ausziehen nicht zu zerreißen. Das bringt nämlich Unglück, wie der Aberglaube verheißt.

Verglichen mit den alten Bräuchen, dürfen sich moderne Bräute einfach nur über die eleganten Brauthandschuhe freuen. Und wer vor der Qual der Modellwahl steht, entscheidet nach modischen Erwägungen oder folgt einfach seinem persönlichen Empfinden. Obwohl … streng genommen gibt es auch heute noch gewisse optische Regeln, die wir Ihnen heute kurz vermitteln.

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