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Kein guter Tag zum Heiraten: Schnapszahlen im Datum

Schnapszahlen als Hochzeitstermin mögen helfen, den nicht zu vergessen. Ein gutes Omen sind solche Tage jedoch nicht. Die Welt schreibt heute: “Von 100 Ehen, die am 8.8.88 geschlossen wurden, existieren gerade noch sechs”. Dieses Jahr zogen am 6. und am 20. Juni massenhaft Brautleute in die Standesämter, die tatsächlich schon seit Monaten komplett ausgebucht waren. Die erste begann schon morgens um 6 Uhr 06. Was für ein Humbug angesichts der Dinge, die so viel wichtiger sind als ausgerechnet das Datum der .

Die Statistiker bemühen sich ja redlich, das Wesen beständiger Ehen anhand von Zahlen zu ergründen. So wissen sie beispielsweise, dass sich Katholiken seltener scheiden lassen als evangelische Paare. Auf dem Land lassen sich nur halb so viele Paar scheiden wie in den großen Städten. Das wirkt sich auch auf die einzelnen Bundesländer aus. So halten Ehen in Bayern tatsächlich viel länger als anderswo. Besonders scheidungsfreudige Eheleute wohnen in Bremen, Hamburger sowie im Saarland, wo auf drei Trauungen etwa zwei Scheidungen kommen. Traurig, traurig.

Bei Jungvermählten ist das Scheidungsrisiko am höchsten und pro Ehejahr sinkt das Risiko um etwa 4 Prozent, sagen die Statistiker, die ebenfalls belegen, dass am Tag der die Paare durchschnittlich nur 13 Ehejahre hinter sich gebracht haben. Weniger erstaunlich ist, dass es meistens die sind, die eine einleiten. Und das obwohl sie sich danach finanziell zumeist schlechter stellen. Sind Kinder unter 18 Jahren mit im Spiel, bleiben diese in der Regel bei den Müttern, was zusätzlich für finanzielle Einbußen sorgt (obwohl natürlich die geschiedenen   sehr gerne behaupten, sie würden nach ihrer ungerechterweise für ewig bluten).

Ganz schlecht kommen in der Statistik übrigens nach einer Scheidung die zweiten Ehen weg. Hier steigt das Scheidungsrisiko noch einmal um 38 Prozent. Sprich, wer sich einmal hat scheiden lassen, weiß was auf ihn zukommt und scheut möglicherweise den einschneidenden Schritt bei weitem nicht so stark wie jemand, der möglicherweise noch Angst vor den (noch unbekannten) Konsequenzen hat.

Was folgen wir daraus? Zwei Antworten:

  1. Drum’ prüfe, wer sich ewig bindet.
  2. Die ist kein Vergnügungspark, den man gegen Eintritt nach Lust und Laune benutzen darf. Ständige Pflege, zuhören und reden, geben und nehmen gehören immer dazu.

 

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