Hochzeitstorten
Hochzeitskuchen gelten als Fruchtbarkeitssymbol:
traditionell wird er aus Mehl, Honig, Gewürzen und vielen, vielen Mandeln gebacken. Doch in Form und Geschmacksrichtung sind der Fantasie eigentlich kaum Grenzen gesetzt.
Stock- oder Formtorte
Ob in Form des Eiffelturms (weil sich das Paar in Paris kennen- und liebengelernt hat) oder sieben bis 15 – stöckig, der Konditormeister macht fast alles möglich: Sahne – und Buttercremetorten oder ein schlichter Erdbeerkuchen in Herzform, Hochzeitstorten gibt es für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel.
Fotos oder Plastikbrautpaar
Auch in der Deko sind die Konditorenmeister heutzutage sehr flexibel: die Bandbreite reicht vom gemeinsamen Foto des glücklichen Paares, das eingescannt und auf Marzipan wieder “ausgedruckt” wird und die oberste Torte ziert, bis hin zum klischeehaften Plastikbrautpaar. Die obligatorischen Plastikbrautpaare sind übrigens völlig out – heute sollte es schon aus feinstem Porzellan sein.
Streit vermeiden
Ganz wichtig: bevor man die Torte bestellt, sollte das Brautpaar die Wünsche aufeinander abgestimmt haben, sonst ist der erste Ehekrach schon vor der Hochzeit vorprogrammiert. Für Männer ganz wichtig: der Satz “Es ist mir eigentlich egal, wie die Torte aussieht” , sollte sofort aus dem Vokabular gestrichen und durch ein “Ich lasse Dir da ganz freie Hand” ersetzt werden. Meist, so lehrt die Erfahrung, setzen sich sowieso die Frauen mit ihren Wünschen durch. 2 bis 3 Wochen vor der Hochzeit sollte man den ersten Termin mit dem Konditor einplanen, damit dieser genug Zeit hat, auf Sonder- und Extrawünsche einzugehen und die Kosten für individuelle Wünsche genau durchzurechnen.
Individuelle Torten sind im Kommen
Denn die 08/15 – Hochzeitstorten mit rosa Röschen und glücklichem Brautpaar auf dem obersten Stockwerk sind nicht mehr “in”: Individualität und Kreativität sind gefragt. Jede Torte kann eine Geschichte erzählen: über das Paar, über die Kennenlernphase oder über die gemeinsame Zukunftsplanung. Die Chance sollte man sich nicht entgehen lassen. Sie arbeitet bei der Telekom und er hat sich schon am Telefon in sie verliebt: klar, die Hochzeitstorte ist ein Telefonhörer. Er kegelt für sein Leben gern und sie will unbedingt Kinder: mit “Kind und Kegel” ist dann das passendste Motiv.
Deko mit Torte abstimmen
Die Servietten sind leuchtend dunkelrot, die Kerzen ebenso, aber die Rosen auf der Hochzeitstorte leuchten schreiend rosa: das paßt nicht. Um solche Beleidigungen des guten Geschmacks zu vermeiden, sollte der Konditor vorher über Tischdeko und Blumenschmuck informiert werden. Nur dann ergibt sich ein harmonisches Ganzes.
Wieviel Geld in die Torte investieren?
Wer auf die obligatorische Hochzeitstorte verzichten will, ein riesengroßes Erdbeerherz gibt es in den meisten Konditoreien schon um 100 Euro. Je höher die Torte oder je aufwendiger die Dekoration, desto tiefer muß man in die Tasche greifen. Brautpaare sollten schon vorher absprechen, welches Limit sie dem Konditor setzen wollen. Die Sparversion unter den Hochzeitstorten: zweistöckig mit klassischer Verzierung gibt es ab 100 Euro. Nach oben sind die Grenzen offen. Eine siebenstöckige Torte kostet um die 500 Euro.
Wer hat die Hosen an
Serviert sie ihm das Bier vor dem Fernseher oder bügelt er jeden Abend mehrere Stunden Akkord? Welcher Partner die Hosen in einer Beziehung anhat, ist häufig diskutiertes Thema auf jeder Hochzeit: wer beim Anschneiden der Hochzeitstorte die Hand obenauf hat – der wird auch in der Ehe die führende Rolle spielen! Ach ja: die Hochzeitstorte wird immer vom Paar gemeinsam angeschnitten. Nach dem Anschnitt aber sollt man darauf achten, daß sich erfahrenes Servicepersonal um die Torte kümmert. Wenn jeder Hochzeitsgast selbst wild an der Torte herumsäbelt, dann hat die schöne Pracht bald ein Ende.
Übrigens: Adressen auch für Konditoren finden Sie im Braut-Branchenbuch!

Brautmode-Online






Artikel (RSS)
Netter Post!