Hochzeitsbräuche – rund um die Trauung (Teil 1)
Storch auf dem Dach:
Der Storch auf dem Dach ist ein Fruchtbarkeits-Brauch und eine unmissverständliche Aufforderung an das Brautpaar, in der Hochzeitsnacht rege zu werden. Oft wird noch eine Wäscheleine mit Stramplern und Babywäsche gespannt. Den passenden Storch dazu bekommen Sie hier.
Reis werfen:
Beim Verlassen des Standesamtes (der Kirche) werfen die Gäste Reiskörner über das Paar. Damit soll die Fruchtbarkeit symbolisiert werden. Es ist aber ratsam, sich vorher mit den Hausherren (Standesbeamte, Pfarrer) abzusprechen, denn manchmal trifft dieser Brauch auf Unmut wegen der Verunreinigung oder aber auch, weil Vorbehalte bestehen, mit Nahrungsmitteln zu werfen. Eventuell ist Konfetti eine Alternative.
Blumenkinder:
Eine andere Möglichkeit ist, daß Blumenkinder beim Verlassen der Kirche vor dem Brautpaar laufen und Blüten und -blätter werfen. Die Kosten für eine besondere Garderobe und die Blumenstreukörbchen der Blumenkinder übernimmt aber das Brautpaar.
Brautstrauß werfen:
Nach der Trauung – in der Regel vor dem Kirchenportal oder aber bei Verabschiedung in die Flitterwochen – wirft die Braut den Brautstrauss in die Menge der versammelten Gäste. Wer ihn fängt, so die Bedeutung, könnte als nächstes in den heiligen Stand der Ehe treten. Früher durften nur Jungfrauen den Strauss fangen. Inzwischen hat sich aber durchgesetzt, daß alle Unverheirateten die Hand danach ausstrecken dürfen.
Übrigens: Ein Brautstrauß mit etwas Rotem und den richtigen Kräutern sorgt für Ruhe vor Störenfrieden.
Dosen-Scheppern:
Von Gästen werden hinten an das Brautauto leere Blechdosen an einer Schnur befestigt, so daß beim Fahren ein lautes Scheppern ertönt. Damit wird allen mitgeteilt: hier kommt ein frisch verheiratetes Paar.
Alternativ oder zusätzlich wird das Brautauto von einem lauten Hupkonzert begleitet, an dem auch Unbeteiligte gerne teilnehmen.
Brautjungfern & -führer:
Ganz entscheidend ist es, die bösen Geister der Braut nicht zu nahe kommen zu lassen! Dafür sind Brautjungfern unverzichtbar, deren Kleider dem der Braut möglichst ähnlich sehen.
Dann wissen die Dämonen nämlich nicht mehr, welche von Ihnen die Braut ist und können kein Unheil stiften.
Den Bräutigam schützen mit dem gleichen Trick die Brautführer.
Wohlstand erwünscht?
Nichts einfacher als das:
Die Braut sollte ein Geldstück im Brautschuh verstecken, der Bräutigam am besten eine noch größere Münze. Dann ist es um die Finanzen in der Ehe gut bestellt.
Gestirne beachten!
Man sollte keinesfalls bei abnehmendem Mond heiraten, damit das Glück auch nicht abnimmt.
Und auch die Sonne sollte noch steigen, also besser am Vormittag “ja” sagen als am Nachmittag.
Wer bezahlt?
Früher hatten es die Brautleute ganz schön einfach. Der Tradition zufolge übernahm der Brautvater die Kosten für die gesamte Hochzeitsfeier – inklusive Flitterwochen.
Da die meisten Paare zum Zeitpunkt der Hochzeit aber schon selber Geld verdienen, kann das heute niemand mehr guten Gewissens von den Eltern verlangen.
Es besteht für die Brauteltern keinerlei Verpflichtung, die Rechnungen zu begleichen! Natürlich freut man sich als Brautpaar dennoch, wenn ein Teil der Kosten, z.B. die Miete für die Räumlichkeit, das Buffet sowie die Rechnungen des Fotografen oder des Limousinenservice übernommen werden.
“Something old, something new, something borrowed, something blue…”
Sicher haben Sie in einem englischen oder amerikanischen Film schon diesen Brauch kennengelernt: “Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues…” Dies alles sollte die Braut bei sich haben.
“Etwas Altes” steht für Tradition und Kontinuität z.B. ein alter Ring oder eine Halskette der Oma.
“Etwas Neues” steht für die Erneuerung und die Zukunft, z.B. die neuen Schuhe etwa.
“Etwas Geliehenes” sollte von jemandem stammen, der glücklich verheiratet ist, denn so wird das Glück auf die Braut übertragen.
Und “etwas Blaues” symbolisiert die Treue, Reinheit und Liebe, meist ist dies ein blaues Strumpfband.

Brautmode-Online





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